PLA 2016

Passauer LateinAmerikagespräche 2016

Movimientos Sociales - Der Wille zum Wandel in Lateinamerika

20.05.2016-21.05.2016

Campus der Universität Passau

Die diesjährige 16. Ausgabe der PLA steht im Zeichen der aktuellen sozialen und politischen Umbrüche in Lateinamerika. Unter dem Motto "Movimientos Sociales - Der Wille zum Wandel in Lateinamerika" bieten wir euch eine Reihe interessanter Vorträge und Workshops, die sich mit aktuellen Fragestellungen und Problemen von Politik und Gesellschaft in Lateinamerika beschäftigen. Wie ist die Situation linker Politik in Lateinamerika? Sind die alternativen Politikentwürfe erfolgreich? Wie haben sich die Rechte von Frauen und indigenen Gruppen entwickelt? Konnten hier die versprochenen Fortschritte erzielt werden? Welche Rolle spielen soziale Medien wie Twitter oder Facebook?

Diese und viele weitere interessante Fragestellungen werden in Workshops und Vorträgen behandelt.

Interessiert? Dann kommt vorbei!

 

 

Wir freuen uns auf euch!

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Das komplette Programm der PLA 2016 mit allen Vorträgen und Workshops als pdf-Datei.
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Vorträge, Workshops & Referenten

 © la-razon.com/ La Razón
© la-razon.com/ La Razón

Eröffnungsvortrag: Der Weg zum Sozialismus in Bolivien

Im Jahr 2005 kam es in Bolivien zu großen sozialen Unruhen, in deren Verlauf Präsident Carlos Mesa zurücktrat und Eduardo Rodríguez Veltzé, der Präsident des Obersten Gerichtshofs, die Übergangsregierung übernahm und Neuwahlen organisierte. In deren Verlauf wurde Evo Morales zum ersten indigenen Präsidenten gewählt. In seinem Vortrag beschreibt er  die Entwicklung des Sozialismus in Bolivien und geht auf aktuelle Entwicklungen ein.

 

Referent: Eduardo Rodríguez Veltzé

Eduardo Rodríguez Veltzé studierte Rechtswissenschaften in seiner Heimatstadt Cochabamba, schluss sein Studium 1981 ab und absolvierte ab 1988 ein Masterstudium in Public Administration an der Harvard University in Cambridge, Massachusetts. Nach Dozententätigkeiten an der Universidad Católica Boliviana (UCB), Universidad Andina Simón Bolívar (UASB) und der Universidad Mayor de San Andrés (UMSA) in La Paz wurde er 1999 zu einem der sieben Minister des Obersten Gerichtshofs und später zu dessen Präsidenten ernannt .

 Nach dem Rücktritt von Präsident Carlos Mesa Gisbert 2005 wurde er als Präsident der Legislative vom bolivianischen Parlament zum Übergangspräsidenten ernannt. Seine Amtszeit dauerte vom 09.06.2005 bis 22.01.2006. Die von Ihm organisierten Neuwahlen im Dezember 2005 gewann Evo Morales -der aktuelle Präsident Boliviens- mit absoluter Mehrheit. Neben seinen Tätigkeiten als Präsident der Legislative hat er auch eine Reihe von Vorträgen gehalten; so hielt er beispielsweise 2011 in Dartmouth College einen Vortrag zum Thema "Law enforcement in South America". Im April 2013 wurde er von Präsident Morales zum Repräsentanten Boliviens am Internationalen Gerichtshof in Den Haag ernannt und ist zudem seit August 2013 der Botschafter Boliviens in den Niederlanden.

 

Sprache: Englisch

© Cristina Blohm
© Cristina Blohm

Indigene Rechte im Zuge sozialen Wandels in Lateinamerika.

Die Rolle internationaler NGOs

In Ihrem Vortrag betrachtet María Cristina Blohm die Situation indigener Gruppen aus einer theoretischen, wissenschaftlichen Perspektive. Sie geht insbesondere genauer auf die Rolle internationaler NGOs am Beispiel der Politik und Praxis des Extraktivismus in indigenen Territorien ein.

 

Dr.rer.pol. María Cristina Blohm

Geboren in Montevideo/ Uruguay, studierte María Cristina Blohm Ethnologie, Sprachen und Kulturen Mesoamerikas sowie Vor- und Frühgeschichte an der Universität Hamburg. Während Ihres Studiums betrieb Sie unter anderem Feldforschung zur sozialen Mobilität von von Landarbeitern in Tacuarembó, Uruguay. Ihre Doktorarbeit schrieb Sie über die "Problematik des Zugangs zu und Nutzung von humangenetischen Ressourcen indigener Völker Lateinamerikas" und ist seit 2003 in Lehre und Forschung an der Leuphana Universität Lüneburg tätig. Sie hat verschiedene NGOs, Interessengruppen und Ministerien in Venezuela und Uruguay zu Themen wie sanftem Tourismus und Stärkung der Rechte indigener Gruppen beraten. Seit 2004 ist Sie Teilnehmerin der "Working Group for Indigenous Populations" der UN-Kommission für Menschenrechte sowie dessen 

Nachfolgegremium. Ihre Forschungsinteressen liegen bei den indigenen Völkern Lateinamerikas -speziell denen Amazoniens, den Rechten indigener Völker, populationsgenetischen Forschungsprojekten (Biobanken), Bio- und Wissenschaftsethik sowie weiteren Themengebieten.

 

Sprache: Deutsch

© Pilar Martin
© Pilar Martin

Frauen in Lateinamerika - Arbeitsverhältnisse und soziale Stellung

Für einfache Arbeiter und insbesondere für Frauen ist der Kampf um einen Arbeitsplatz in vielen Ländern Lateinamerikas sehr hart. In Ihrem Vortrag wird Frau Pilar Martin aus Argentinien verschiedene Bewegungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Rechten von Frauen vorstellen.

Die sowohl in Argentinien als auch in Mexiko für die Emanzipation der Arbeiter und Unterdrückten jedes Geschlechts kämpfende Aktivistin Pilar Martin wird verschiedene Bewegungen von innen heraus darstellen und auf folgende Fragen eingehen:

Was bedeutet es in der Stadt Ciudad Juarez, als Frau zu arbeiten? Was bedeutet es, eine Aktivistin zu sein in einem Gebiet, in dem Menschenrechte zum Teil systematisch ignoriert werden? Welche strukturellen Veränderungen gab es in letzter Zeit und welche Auswirkungen hatten sie auf das Engagement der Frauen? Zum besseren Verständnis wird Sie dabei auch die aktuelle politische Situation und Ereignisse wie das Verschwindenlassen von Aktivistinnen in Mexiko und Argentinien ansprechen.

 

Pilar Martin

Die 26 Jahre junge Aktivistin wurde in der Stadt Córdoba in Argentinien geboren. Sie studierte an der Universidad Nacional de La Plata von 2009 bis 2011 Soziologie und Filmwissenschaften. 2012 zog sie nach Mexiko, wo sie sich für Frauenrechte, gegen Feminizid und die Militarisierung einsetzte. Laut eigener Aussage ist sie seit 13 Jahren Aktivistin und dass seitdem die Unterstützung unterschiedlicher sozialer Bewegungen eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielen. Momentan lebt sie in Córdoba und studiert Grafikdesign.Im Rahmen der PLA wird sie uns mit ihrem Vortrag "Frauen in Lateinamerika - Arbeitsverhältnisse und soziale Stellung" einen näheren Einblick in die Situation der Frauen in Lateinamerika bieten.

 

Sprache: Spanisch 

© Sergio Canedo
© Sergio Canedo

Die Symbiose zwischen dem Modernen Staat und dem Konzept des „Vivir Bien“

 Thema des Vortrags ist der Einsatz der indigenen Bevölkerung Boliviens für die Vereinheitlichung und Festigung ihrer verschiedenen Vorstellungen des Konzepts des „Vivir Bien“. Der Fokus liegt hier auf dem indigenen Stamm der „Movima“ und der Untersuchung, wie die Gemeinde in einem langen und schwierigen Prozess bis heute versucht, ihre jahrhundertealten, überlieferten Grundsätze mit einem modernen, etablierten Staat in Einklang zu bringen. Sergio Canedo wird anhand des Beispiels der Movima auf die Herausforderungen eingehen, die mit der Gratwanderung zwischen Anpassung und dem Festhalten an Traditionen und Bräuchen verbunden sind, um letztendlich eine Symbiose des „Vivir Bien“ mit dem modernen Staat zu erreichen.

 

Sergio Horacio Canedo Glasinovich

Unser zweiter bolivianischer Referent Sergio Glasinovich arbeitet für die NGO "Centro de Estudios Jurídicos e Investigación Social" (CEJIS), die sich für die  Rechte der indigenen Bevölkerung in Bolivien einsetzt. Liegt dem Vortrag von Cristina Blohm der Fokus auf einer theoretischen, wissenschaftlichen Herangehensweise, so gibt er Einblicke in die Praxis und kann aus seiner Tätigkeit für CEJIS berichten.

Nachdem er 2009 sein vierjähriges Studium der Licenciatura en Derecho an der Universität NUR in Santa Cruz de la Sierra, Bolivien beendete, belegte er an der New School University vertiefend einen Master in internationalem Recht, den er 2012 abschloss. Sein Wissen in den Bereichen Derechos Humanos y Pueblos Indígenas intensivierte er durch einen Master an der Universidad Carlos III in Madrid. Über ein Praktikum begann er bei der Organisation CEJIS zu arbeiten. Herr Canedo hat bereits Feldforschungen und Workshops zu den Themen "El buen vivir para el pueblo indígena Movima" und "Pueblos indígenas en Lomerio y Monte Verde" durchgeführt, weshalb wir gespannt seinen Vortrag auf der PLA erwarten.

 

Sprache: Englisch

© Andreas Boeckh
© Andreas Boeckh

Linke Politik in Lateinamerika: Auf dem Weg ins Abseits?

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts gab es in Lateinamerika eine ausgeprägte Tendenz zu linksgerichteten Regierungen. Aufgrund innerer und äußerer Gründe sind zahlreiche linke Regierungen in Ländern wie Brasilien, Venezuela oder Argentinien unter Druck geraten und stehen einer misstrauischen Bevölkerung gegenüber. Im Rahmen des Vortrags wird Prof. em. Andreas Boekh einen Überblick über die verschiedenen Varianten linker Bewegungen in Lateinamerika, deren bisherige Entwicklung sowie aktuelle Situation geben und abschließend mögliche Entwicklungen der Zukunft skizzieren.

 

Prof. em. Dr. Andreas Boeckh

Geboren in Tübingen, studierte Andreas Boeckh von 1965 bis 1968 Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie an den Universitäten in Tübingen und Göttingen. Nach einem Studium der Fächer Politikwissenschaft und lateinamerikanische Geschichte an der University of Florida in Gainesville von 1968 bis 1972 und promovierte 1972 ebendort im Fach Politikwissenschaft. Nach einem Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft übernahm er 1975 eine Professur für Politikwissenschaft an der Universität Essen.

 Von 1989 bis 2008 war er Inhaber des Lehrstuhls für Politik in Lateinamerika und Entwicklungspolitik an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Er beschäftigte sich mit den politischen Systemen, Entwicklungsproblemen, der politischen Soziologie und den Außenbeziehungen der Region Lateinamerika. Weitere Themengebiete waren lateinamerikanische Entwicklungskonzepte, politische Ursachen von Armut. Er befasste sich zudem mit der Erdölrente in Venezuela und deren Konsequenzen für die Entwicklung des Landes in politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht.

 

Sprache: Deutsch

© Lidio Colman
© Lidio Colman

Studentenbewegungen in Chile und Paraguay: Ein Überblick

Studentenproteste und Widerstand gegen das politische System spielen in verschiedenen Ländern Lateinamerikas eine bedeutende Rolle und sind spätestens seit dem Verschwinden der 43 Studenten aus Ayotzinapa 2014  verstärkt in den Blick der Weltöffentlichkeit gerückt.

Im Rahmen des Vortrags wird Lidio Colman verstärkt auf die Situation des paraguayanischen und chilenischen Bildungswesens während den letzten Militärdiktaturen eingehen und die Reaktionen der Studierenden auf die Ungerechtigkeiten der Diktatur beleuchten. Insgesamt werden dabei zuerst verschiedene Aspekte beider Diktaturen und das Verhalten der Studenten in diesem Rahmen betrachtet, bevor zusammenfassend der Bogen zur heutigen Situation in beiden Ländern gespannt wird.

 

 

Lidio Colmán

Lidio Adriano Colmán studierte Philosophie, Pädagogik und Ethik an der Universidad Católica de Buenos Aires, Argentinien und  an der Universidad Católica de Asunción in Paraguay. Bereits während des Studiums engagierte er sich in verschiedenen Bildungsprojekten für Jugendliche in Chile, Argentinien, Paraguay, Uruguay und Brasilien. Die Erfahrungen, die er in den Nachbarländern Paraguays machte, verstärkten seine Suche nach einer sinnvollen Perspektive für junge Erwachsene, die in Paraguay und anderen Ländern Lateinamerikas häufig mit hoher Arbeitslosigkeit und Korruption im Bildungswesen konfrontiert sind. Nach seinem Studium wurde er Dozent an der Universität in Campo 9, Paraguay.

Durch seine Position als Generalsekretär der Stadt lernte er seine Frau, eine Weimarerin, die als Krankenschwester in einem katholischen Krankenhaus in der Stadt arbeitete, kennen und kam mit ihr nach Deutschland. Seitdem lebt er mit seiner Familie in Weimar und macht eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. Seinen jährlichen Urlaub nutzt er jedes Jahr für einen Aufenthalt in Paraguay, währenddessen er Seminare an der Universität in Campo 9 gibt.

 

 Sprache: Spanisch

© Passauer LateinAmerikagespräche e.V.
© Passauer LateinAmerikagespräche e.V.

"Escobita nueva barre bien" - Apuntes sobre la novísima generación de medios digitales cubanos

Eine Beschreibung der neuen Generation der digitalen Medien auf Kuba
Soziale Netzwerke und digitale Medien erreichen ein internationales Publikum und gewinnen auch für soziale Bewegungen stetig an Bedeutung. In Ländern mit Zensuren sowohl der traditionellen, als auch der neuen Medien, ist deren Nutzung und Zugriff nur eingeschränkt möglich.

Der Vortrag von Sandra Alvarez Ramírez setzt sich genauer mit vier, von jungen Journalisten gegründeten neuen Medien auf Kuba auseinander. In einer von der Regierung kontrollierten Medienlandschaft kommt dieser Entwicklung eine besondere Bedeutung zu. Welche Rahmenbedingungen haben die Entstehung dieser Medien ermöglicht? Wie sieht die zukünftige Entwicklung aus? Auf diese Fragen wird Sandra Alvarez in ihrem Vortrag näher eingehen.

 

Referentin: Sandra Alvarez Ramírez

Geboren in La Habana/Kuba, arbeitet Sandra Abd'Allah-Alvarez Ramírez als Bloggerin und lebt seit kurzer Zeit in Hannover.  Auf ihrem Blog schreibt Sie seit 2006 über verschiedene Themen wie unter anderem Rassismus, Rassendiskriminierung, Homosexualität und Transgender auf Kuba.  Insbesondere geht es ihr um die Vorstellung dieser Thematiken in den Medien und der Kunst (las artes de las mujeres negras). Neben ihrer Tätigkeit als Bloggerin hat Sie auch etwa zehn Jahre als Herausgeberin der kubanischen Literaturwebseite Cubaliteraria  (Portal de literatura cubana) gearbeitet. In ihrem Vortrag wird Sie über die Situation von Bloggerinnen und Bloggern und über die Bedeutung sozialer Netzwerke auf Kuba berichten.

 

Sprache: Spanisch

© Julia Schlögl
© Julia Schlögl

Workshop: Street Art in Lateinamerikas Metropolen

Street Art ist in den Metropolen Lateinamerikas weit verbreitet, jedes Werk ist ein Unikat und weist lokale Besonderheiten auf. Neben der Gestaltung des urbanen Raums nutzen Künstler Street Art, Graffitis und murales oft auch zur Vermittlung politischer Botschaften. Der Workshop wird sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil aufteilen. Während eine Gruppe sich unter Leitung der Studierenden Joana Stalder und Hannah Brandl mit der Entstehung, den verschiedenen Formen und der Verbreitung der Straßenkunst in Lateinamerika auseinandersetzt, hat der andere Teil der Gruppe die Möglichkeit unter Leitung von Fabian Edenharder selbst kreativ zu werden.

 

Referentin Theorie: Joana Stalder

Referent Praxis: Fabian Edenharder 

Der junge Passauer begann vor über 7 Jahren damit, die Straßen seiner Stadt mit Graffitis zu verzieren und das sehr zur Freude der niederbayerischen Metropole. Er war mit seinen Projekten schon an Gymnasien, Ausstellungen jeglicher Art und im Münchner Rathaus tätig. Heute vermittelt er alias RHINOer die urbane Kunst an Workshopteilnehmer jeglichen Alters im Bereich Lettering und Style und ist mit seinem organischen Unterrichtsprinzip in ganz Bayern tätig.

 

Sprache: Deutsch

© Maria-Victoria Gomez Gonzalez
© Maria-Victoria Gomez Gonzalez

Workshop: Musik als Engagement für den Wandel

Canción comprometida y canción protesta

Die Kulturen Lateinamerikas wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch soziale Ungleichheit, Volksaufstände und wirtschaftliche Probleme geprägt. Dabei diente Musik als Möglichkeit Missstände anzuklagen. Die Künstler setzten sich zum Einen für bestimmte Sachen ein (canción comprometida) und leisteten zum Anderen Widerstand gegen politische und soziale Umstände (canción protesta). Der Schwerpunkt des Workshops unter der Leitung von Maria-Victoria Gomez Gonzales liegt auf der Analyse und Diskussion von Liedern aktueller lateinamerikanischer Künstler. Die Teilnehmer werden vor der Tagung bereits Literatur und Informationen zum Thema erhalten, sodass der Überblick über die Entstehung der canción comprometida zu Beginn des Workshops relativ kurz gehalten werden kann.

 

María Victoria Gómez González

Als Teamkoordinatorin des Spanischlektorats der Universität Passau trägt

María Victoria Gómez González zur Verbesserung der Sprachkenntnisse der Passauer Studenten bei und bereitet diese auf Auslandsaufenthalte vor. Nach ihrem Studium der Germanistik und Didaktik an der Universidad de Sevilla, der FU Berlin sowie der LMU München und weiteren Aufenthalten und Lehrtätigkeiten in Dresden, Brasilien und Spanien arbeitet sie seit einigen Jahren an der Universität Passau.

Sie leitet den Workshop "Musik als Engagement für den Wandel - Canción comprometida y canción protesta" und gibt einen Überblick über die Entwicklung der canción comprometida und die verschiedenen Formen des Engagements in der Musik.

 

Sprache: Spanisch

© laciudadviva.org
© laciudadviva.org

Recht auf Stadt in Bewegung - von theoretischen Diskussionen zu aktivistischen Bewegungen in Lateinamerika

Die Bewegung derecho a la ciudad steht für das Ideal einer gerechten, menschlichen und nachhaltigen Stadt in der jeder Einwohner in Würde leben können soll. In Lateinamerika gibt es eine Vielzahl an Bewegungen und Organisationen, die gegenüber der Politik das Recht auf lebenswerte Städte einfordern. Der interaktive Workshop unter Leitung von Katharina Schmidt gibt tiefere Einblicke in die Bewegungen und gibt Möglichkeiten zur Diskussion.

 

Referentin: Katharina Schmidt

Katharina Schmidt hat in Tübingen, Rio de Janeiro und Innsbruck Geographie studiert. In ihrer Masterarbeit „Aneignung öffentlicher Räume - Rio de Janeiro“ hat sie sich mit dem Recht auf Stadt im Zusammenhang der Aneignung öffentlicher Räume auseinander gesetzt. Aktuell ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geographie der Universität Hamburg und promoviert zu Geographien der Obdach- und Wohnungslosigkeit in Hamburg und Rio de Janeiro. Neben der Publikation verschiedener Artikel in Zeitschriften und Journalen hat Sie auch an zahlreichen Konferenzen teilgenommen und Vorträge zur Wohnsituation in Hamburg und Rio de Janeiro gehalten. 

 

Sprache: Deutsch

© Matteo Riatti, Severin Hofer
© Matteo Riatti, Severin Hofer

Capoeira

Der brasilianische Kampfsporttanz Capoeira hat mittlerweile weltweite Bekanntheit erlangt und wird in vielen Ländern praktiziert. Dieser Workshop unter der Leitung von Trainern der Capoeira-Hochschulgruppe der Universität Passau geht auf die Ursprünge und Bedeutung von Capoeira als Ausdruck von Protest und Wunsch nach Freiheit ein. Die Teilnehmer können Capoeira zudem auch selbst ausprobieren und die Grundtechniken lernen.

 

Matteo Riatti und Severin Hofer

Matteo Riatti (27) ist Dozent für Soziologie an der Universität Passau.

Seit fünf Jahren ist er in der Capoeira-Hochschulgruppe aktiv und gehört seit längerer Zeit Teil des Trainerteams. Mit Capoeira verbindet er Tanzsport, Kampfsport und Körperbeherrschung.
Severin Hofer (25) ist Student an der Universität Passau und seit 3 Jahren in der  Capoeiragruppe aktiv dabei. Seit dem Wintersemester 2015/2016 gehört er auch zum Übungsleiterteam. Capoeira ist für ihn die Verbindung von Tanz, Akrobatik und Kampfsport mit dem Fokus auf einer möglichst flüssigen Ausführung und Abfolge der Bewegungen.

 

Sprache: Deutsch

 

Rahmenprogramm der PLA 2016 

Freitag, 20. Mai 2015

Nach dem Sektempfang am Nachmittag, wollen wir euch am Freitagabend bei der Noche Cultural in entspannter Atmosphäre auch musikalisch und literarisch nach Lateinamerika führen. Einstimmen wird den Abend Benjamin Alvarez mit der Interpretation chilenischer Volkslieder.

 

Im Anschluss wird das Duo um Patricia Vásquez und Clemens ”El Moreno” Peters mit canciónes protestas den Abend passend zum Thema des Kongresses wieder aufrütteln. Für den musikalischen Ausklang ist anschließend ebenfalls gesorgt.

Wer sich schon einstimmen möchte, kann sich hier einen kleinen Vorgeschmack auf das Duo holen.

 

Außerdem wartet ein viefältiges Snackbuffet, eine Tombola-Verlosung mit wertvollen Sachpreisen und die Kür des Gewinners unseres Kreativwettbewerbs auf euch. Über letzteren könnt ihr im Laufe des Abends gemeinsam abstimmen. 

 

Samstag, 21. Mai 2016

Nach einem Tag reich an Vorträgen, Workshops und Diskussionen, könnt ihr eure Eindrücke am Samstag ab 22 Uhr bei der Latin-Beats-Party im Café Museum Revue passieren lassen. 

 

Für einen unvergessenen musikalischen Abend sorgt die Passauer Vinyl-Legende Alex Soundboy (pull-me-up) u.a. bekannt von den Back-to-Vinyl Parties. Musikalisch erwarten kann man dieses Mal von ihm Nu Jazz und House mit lateinamerikanischen Einflüssen, sowie Afro-Cuban-Jazz und Latin-Funk aus den 70ern.

 

Also lasst uns gemeinsam bei einzigartigen Beats und coolen Getränkespecials durch die Nacht tanzen! :)